Gesundheit ist keine individuelle Leistung, sondern das Ergebnis gesellschaftlicher Verhältnisse. Wer in Armut lebt, wer Rassismus erfährt, wer prekär beschäftigt ist oder keinen sicheren Aufenthaltsstatus hat, wird häufiger krank und hat schlechteren Zugang zu Versorgung. Das ist keine Naturgegebenheit – das ist das Ergebnis politischer Entscheidungen.
Als Kollektiv Solidarische Nürnberg e.V. setzen wir uns mit genau diesen strukturellen Determinanten von Gesundheit auseinander. Deshalb wissen wir: Die aktuellen Kürzungen im Sozial- und Gesundheitswesen treffen nicht alle gleich – sie treffen die, die ohnehin am stärksten belastet sind. Wer Grundsicherung, Psychotherapie oder Pflegeeinrichtungen kürzt, verschärft gesundheitliche Ungleichheit.
Gesundheit darf kein Privileg sein, das man sich leisten können muss. Sie ist ein soziales Recht. Wer Armut und Rassismus bekämpft, verbessert auch Gesundheitschancen für alle.
Deshalb stehen wir zusammen mit dem Bündnis #unkürzbar auf der Straße: gegen Sozialabbau, für ein Gesundheitswesen, das allen Menschen gerecht wird, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Aufenthaltsstatus.
Wir sind #unkürzbar. Kommt mit uns auf die Straße.
Mahssa Behdjatpour mit ihrem Buch "Du lachst ja gar nicht mehr: Wie Rassismus krank macht"
Die Lesung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Diese setzen ein Zeichen für Vielfalt, Solidarität und gegen Diskriminierung.
Mahssa Behdjatpour greift das Thema mit ihrem Buch „Du lachst ja gar nicht mehr: Wie Rassismus krank macht“ aus einer oft übersehenen Perspektive auf: den Auswirkungen von Rassismus auf die Gesundheit. Sie zeigt, wie Diskriminierung nicht nur gesellschaftliche, sondern auch körperliche und psychische Folgen haben kann. Dabei verbindet sie persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und eröffnet zugleich Perspektiven für Empowerment und Heilung.
Im Anschluss an die Lesung bleibt Zeit für Fragen und Austausch zum Thema. Gerne kann vor Ort das Buch erworben werden. Des Weiteren wird es die Möglichkeit zum Kartentausch geben.
Für wen ist die Veranstaltung? Die Lesung richtet sich an alle, die sich mit Fragen von gesellschaftlicher Verantwortung und Gerechtigkeit auseinandersetzen möchten. An alle Interessierten, Menschen aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich, sowie an von Diskriminierung Betroffene.
Eintritt und Spenden Der Eintritt ist frei. Spenden sind ausdrücklich erwünscht und unterstützen unsere Arbeit.
Anreise Das Südstadtforum ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; Parkmöglichkeiten gibt es im umliegenden Stadtgebiet.
Barrierefreiheit Der Veranstaltungsraum ist ebenerdig zugänglich und verfügt über eine barrierefreie Toilette.
Zur Autorin Mahssa Behdjatpour, geboren 1992 in Hannover, ist Tochter iranischer Geflüchteter. Sie studierte Gesundheitswissenschaften und promoviert im Bereich Public Health zu den Auswirkungen von Diskriminierung und Empowerment-Ansätzen. Neben ihrer Forschung schreibt und illustriert sie Kinderbücher.
Kartentausch – praktische Solidarität In Bayern erhalten viele geflüchtete Menschen Leistungen über eine Bezahlkarte, mit der monatlich nur ein begrenzter Bargeldbetrag verfügbar ist. Einkäufe sind dadurch vielerorts eingeschränkt. Wer diese Situation nicht hinnehmen möchte, kann konkret unterstützen: Vor Ort besteht die Möglichkeit zum Kartentausch. Dabei tauschen Sie 50€ Bargeld gegen Gutscheine im selben Wert, die zuvor mit der Bezahlkarte erworben wurden. So wird Bargeld zugänglich gemacht und praktische Solidarität gelebt. Mehr erfahren
Mahssa Behdjatpour mit ihrem Buch „Du lachst ja gar nicht mehr: Wie Rassismus krank macht“
Mahssa Behdjatpour mit ihrem Buch „Du lachst ja gar nicht mehr: Wie Rassismus krank macht“
Wir sind mit einem mobilen Getränkestand unterwegs und tauschen Sorgen gegen Limonade. Kommt vorbei und mit uns ins Gespräch! Was brauchen wir hier um gesund zu leben? Was hält uns gesund? Was macht uns krank?
Wer? Jeder Mensch ist bei uns herzlich Willkommen – unabhängig von Herkunft, Alter, Lebensweg oder dem, was dich bewegt. Wir möchten einen Ort schaffen, an dem du zählst!
Was macht dein Wohlbefinden aus? Was macht dir Stress? Was beschäftigt dich? Wie wohnst du?
Wie ist dein Stadtteil? Fühlst du dich aufgehoben?
Wie geht es dir in deiner Familie und mit Freund*innen?
Solche Fragen und mehr gehören auch zum Gesund- und Zufriedensein dazu!
Vielleicht tut dir unser Familiencafé gut, wenn du dich zu diesen Fragen u.v.m. austauschen kannst. Du bist aber auch einfach für einen Kaffee, Tee und Kuchen willkommen.
In der Faschingswoche wurde mit über 10.000 Beteiligten der öffentliche Dienst in Bayern bestreikt. Der Schwerpunkt lag dabei auf Gesundheitseinrichtungen wie Kliniken, aber auch auf sozialen Einrichtungen, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten.
Am 6.3. waren wir in Nürnberg Teil der Konferenz im Gewerkschaftshaus zum Klinik-Streik und haben unser Projekt vorgestellt und uns ausgetauscht. Es braucht dringend bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter in der Pflege!
Mit einem Infostand und einer Gesundheitswippe zur Frage, welche gesellschaftlichen und individuellen Einflüsse es auf Gesundheit gibt, waren wir auf dem Brückenfestival dabei.
Welche gesundheitlichen Themen, Angebote, Orte, Bedarfe gibt es in verschiedenen Stadtteilen in Nürnberg?
Wir haben am 26.7. einen Spaziergang durch St. Leonhard gemacht und uns ausgetauscht mit Aktiven im Stadtteil.
Ein lebendiger vielfältiger Stadtteil mit vielen Orten des sozialen und kulturellen Engagements. Danke für die spannenden Einblicke und das Willkommenheißen unserer Initiative auf dem Weg hin zu einem Stadtteilgesundheitszentrum!
Danke vielmals an das Stadtteilhaus Leo, die Stadtteilkoordination St Leonhard, den Kulturladen Villa Leon, Ulla Krämer, Marlene Hein und AWO Nürnberg Streetwork St. Leonhard.
Wir haben uns sehr gefreut über das große Interesse und den gut gefüllten Saal im Nachbarschaftshaus Gostenhof! Vielen Dank nochmal an die Referent*innen der Polikliniken Leipzig und Hamburg und an Janina Barth vom Gesundheitsamt Nürnberg. Es gab einen spannenden Austausch auch mit dem Publikum und wir freuen uns jetzt die nächsten Schritte zu gehen.
Wer Interesse hat, mit einzusteigen oder auf dem Laufenden bleiben will: schreibt uns eine Mail!
Was hat meine Miete, mein Job mit meiner Gesundheit zu tun? Gesundheit wird in unserer Gesellschaft meist sehr individuell verhandelt.
Dabei hängt die Frage wie gesund oder krank wir sind zu zwei Dritteln von den Verhältnissen ab, in denen wir leben – z.B. dem Arbeits- und Wohnumfeld, Armut, Umweltfaktoren, Diskriminierungserfahrungen und politischer und sozialer Teilhabe.
Angesichts dessen sollte eine Gesundheitsversorgung, die auf den Abbau von gesundheitlicher Ungleichheit und auf die Förderung von Gesundheit ausgelegt ist, die gesellschaftlichen Verhältnisse im Lebensumfeld von Menschen berücksichtigen und an diesen ansetzen.
Eine ärztliche Grundversorgung geht in diesen Zentren Hand in Hand mit Beratungsangeboten in sozialen und rechtlichen Fragen, psychotherapeutischer und gesundheitlicher Beratung, Stadtteilpräventionsarbeit, Nachbarschafts- und Selbsthilfegruppen.
Ziel ist es, breit gefächerte Gesundheitsangebote zu schaffen, die zu den komplexen Lebenslagen passen, durch die Menschen insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen krank werden, und krankmachende Verhältnisse nach Möglichkeit gemeinsam und solidarisch zu verändern.
Wir freuen uns darauf, uns gemeinsam mit Aktiven aus der Poliklinik Hamburg und Poliklinik Leipzig darüber auszutauschen, wie die Arbeit dieser Projekte konkret aussieht. Außerdem begrüßen wir Janina Barth vom Gesundheitsamt Nürnberg, die zu Stadtteilgesundheit und Erfahrungen aus dem Projekt „Gesundheit für alle im Stadtteil“ berichten wird. Im Anschluss wollen wir gemeinsam diskutieren, wie es um die gesundheitliche Ungleichheit in Nürnberg steht und ob ein solidarisches Gesundheitszentrum auch ein Modell für Nürnberg sein könnte.
Als neue Initiative für ein solches Stadtteilgesundheitszentrum in Nürnberg möchten wir Interessierte einladen, weiter an diesem Projekt mit uns zu diskutieren und zu arbeiten.